FeldbuchNormen und Masse des Alltags, nachgeschlagen

Das Feldbuch: Normen und Masse des Alltags

Wer ein Blatt Papier faltet, eine Schraube kauft oder eine Kalenderwoche notiert, benutzt eine Norm. Meistens, ohne sie zu kennen. Das Feldbuch sammelt solche Groessen und erklaert sie in jeweils einem kurzen Eintrag: woher der Wert kommt, wie er definiert ist und wo die gebraeuchliche Abkuerzung von der Definition abweicht.

Geschachtelte Rechtecke und eine Massskala als Sinnbild fuer genormte Groessen
Normen und Masse — schematische Darstellung.

Was in diesem Nachschlagewerk steht

Jeder Eintrag behandelt eine einzelne Groesse oder eine einzelne Norm. Er nennt die Definition, ordnet sie historisch ein und gibt, wo es sinnvoll ist, die uebliche Umrechnung an. Wir bevorzugen die nachpruefbare Angabe vor der griffigen: wo ein Wert nur naeherungsweise gilt, steht das dabei.

Die Eintraege sind bewusst kurz gehalten. Sie ersetzen keine Norm und keinen Fachtext, sondern beantworten die Frage, die man sich beim Nachschlagen tatsaechlich stellt — was bedeutet diese Zahl, und worauf bezieht sie sich.

Woher die Angaben stammen

Am Fuss jedes Eintrags stehen zwei weiterfuehrende Belege. Wo eine Norm kostenpflichtig ist, verweisen wir auf die frei zugaengliche Darstellung statt auf das Normblatt selbst. Zahlenwerte, die wir nicht belegen koennen, formulieren wir qualitativ.

Wie die Eintraege aufgebaut sind

Der einleitende Absatz fasst die Groesse in wenigen Saetzen zusammen. Danach folgen zwei bis drei Abschnitte, die die Definition auffaechern, die Herkunft schildern und typische Verwechslungen benennen. Eine schematische Abbildung ordnet die Groesse ein.

Die Reihenfolge der Eintraege bedeutet nichts. Es gibt keine Rangfolge und keine Kapitelstruktur; das Feldbuch ist ein Nachschlagewerk, kein Lehrbuch. Wer einen Eintrag gelesen hat, findet am Ende zwei verwandte Eintraege verlinkt.

Warum genormte Groessen ueberhaupt entstehen

Eine Norm loest fast immer ein Anschlussproblem. Zwei Werkstuecke sollen zusammenpassen, zwei Angaben sollen vergleichbar sein, zwei Beteiligte sollen dasselbe meinen, wenn sie dieselbe Zahl nennen. Wo dieses Problem oft genug auftritt, setzt sich eine gemeinsame Festlegung durch — mal als Ergebnis eines Gremiums, mal als nachtraeglich beschriebene Gewohnheit.

Das erklaert auch, warum viele Groessen auf den ersten Blick krumm wirken. Der Ausgangswert stammt haeufig aus einer aelteren Einheit, aus einer Fertigungsgrenze oder aus einer Zahl, die sich gut halbieren liess. Die Norm hat sie nicht erfunden, sondern festgehalten und gerundet.

Wer eine Groesse verstehen will, kommt deshalb selten mit der Definition allein aus. Erst die Herkunft macht plausibel, warum die Grenze genau dort liegt und welche Faelle sie bewusst nicht abdeckt. Beides steht in jedem Eintrag.

Alle Eintraege im Ueberblick

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