FeldbuchNormen und Masse des Alltags, nachgeschlagen

Batteriegrößen nach IEC 60086

Handelsübliche Batterien wirken beliebig geformt, folgen aber einem international festgelegten System. Die Normenreihe IEC 60086 beschreibt Abmessungen, Nennspannungen und Bezeichnungen von Primärbatterien und macht damit Zellen unterschiedlicher Hersteller austauschbar. Die im Handel verbreiteten Größen AA, AAA, C, D und die 9-Volt-Blockbatterie tragen dort systematische Kurzzeichen wie LR6 oder 6LR61.

Fünf Batterietypen nebeneinander mit eingezeichneten Höhen- und Durchmesserangaben
Baugroessen nach IEC 60086 — schematische Darstellung.

Herkunft und Aufbau der Normbezeichnungen

Die Kurzzeichen der Norm sind nach einem festen Schema aufgebaut. Eine vorangestellte Ziffer gibt an, wie viele Zellen in Reihe geschaltet sind; fehlt sie, handelt es sich um eine Einzelzelle. Der folgende Buchstabe kennzeichnet das elektrochemische System, etwa L für alkalische Zellen mit Manganoxid, während Zink-Kohle-Zellen ohne diesen Buchstaben auskommen. Ein R steht für eine runde, also zylindrische Bauform, ein P für nicht runde Gehäuse. Die abschließende Zahl verweist auf die genormte Baugröße.

Aus diesem Schema ergibt sich, dass die als AA bekannte Alkalizelle als LR6 geführt wird, die kleinere AAA als LR03. Die Buchstabenkürzel AA und AAA stammen aus dem angloamerikanischen Sprachraum und haben sich im Handel durchgesetzt; im deutschen Sprachgebrauch sind daneben die Bezeichnungen Mignon und Micro geläufig, für die größeren Zellen Baby und Mono.

Die gängigen Rundzellen AA, AAA, C und D

Die vier klassischen Rundzellen unterscheiden sich allein in Durchmesser und Länge, nicht in der Spannung. Die AAA-Zelle misst rund 10,5 Millimeter im Durchmesser bei etwa 44,5 Millimetern Länge, die AA-Zelle etwa 14,5 mal 50,5 Millimeter. Deutlich voluminöser sind die C-Zelle mit ungefähr 26 Millimetern Durchmesser und 50 Millimetern Länge sowie die D-Zelle mit etwa 34 Millimetern Durchmesser und rund 61,5 Millimetern Länge.

Mit dem Volumen wächst die entnehmbare Ladung: Eine D-Zelle speichert ein Vielfaches dessen, was eine AAA-Zelle liefert, und verträgt zugleich höhere Dauerströme. Die Norm legt neben den Maßen auch die Ausführung der Kontakte fest, damit Zellen im Batteriefach zuverlässig sitzen und die Polung eindeutig bleibt. Der Pluspol tritt bei Rundzellen als erhabener Knopf hervor, der Minuspol bildet die flache Gegenseite.

Nennspannung und Zellchemie

Alkali-Mangan- und Zink-Kohle-Zellen haben eine Nennspannung von 1,5 Volt, wobei die Klemmenspannung im Betrieb allmählich absinkt. Wiederaufladbare Zellen gleicher Baugröße auf Nickel-Metallhydrid-Basis liefern dagegen 1,2 Volt und halten diese Spannung über weite Teile der Entladung nahezu konstant. Geräte mit knapp bemessener Abschaltschwelle können darauf empfindlich reagieren.

Die 9-Volt-Blockbatterie und ihre Bauform

Die 9-Volt-Blockbatterie fällt aus der Reihe der Rundzellen heraus. Ihr quaderförmiges Gehäuse trägt beide Anschlüsse auf derselben Stirnseite, ausgeführt als Druckknopfpaar, das ein Verpolen praktisch ausschließt. Die Norm führt sie als 6LR61: sechs alkalische Zellen in Reihe ergeben die Nennspannung von neun Volt.

Die Grundfläche misst rund 26 mal 17 Millimeter bei etwa 48 Millimetern Höhe. Wegen der vergleichsweise geringen Kapazität dient der Block vor allem Anwendungen mit kleinem Dauerstrom, etwa Rauchwarnmeldern, Messgeräten und Effektgeräten. Wiederaufladbare Ausführungen enthalten meist sieben Nickel-Metallhydrid-Zellen und erreichen daher eine Nennspannung von 8,4 Volt.

Belege

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